Luftsportverein Backnang-Heiningen e.V.

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Mittwoch, 10. März 2010
Einmal Speyer und zurück. Drucken E-Mail

Mittwoch, 28.10.2009 11:00 Uhr in Backnang-Heiningen. Fertig gecheckt steht die Vereins-CT D-MFAE vor der Halle. Die Vorbereitungen durch den Piloten Philipp Schnelle sind bereits abgeschlossen, als sein Begleiter Dennis Baumstark den Flugplatz erreicht. Die Route wurde geplant, das Wetter eingeholt und wenig später startete die CT auf der Piste 29 in Richtung dem heutigen Ziel: Speyer. Das Wetter was gut, die Sicht war außreichend um den Schwarzwald zu sehen auf und 3000-4000ft befand sich eine Inversion. Nach knapp 30 Minuten und 85km (Luftlinie) zurück gelegten Kilometern, befand sich die A(lpha) E(cho) schon im Anflug auf Speyer. Die Platzrunde führte ein Stück entlang des Rheins, im Endanflug hatte man perfekte Sicht auf den Dom und das Technikmuseum.

Nach einen sehr sauberen Landung auf der sehr geräumigen Piste 16 in Speyer wurde noch die Landegebühr von ca. 7 € entrichtet und das Flugzeug gesichert. Wie man schon dem Anflugblatt entnehmen kann, liegt das Museum in unmittelbarer Nähe zum Museum. Trotzdem sind es ca. 7-10 Minuten zu Fuß, was aber nicht schlimm ist, da man entweder dem Flugbetrieb zuschauen oder die erste Exponate des Museums begutachten kann.

13 € Eintritt sind happig. Eine Ermäßigung für Schüler o.ä gibt es nicht. Auch nicht, wenn man mit dem Flugzeug anreist. Die erste Halle im Museum war hauptsächlich gekennzeichnet von Exponaten aus dem zweiten Weltkrieg und von Autos und Loks aus dieser Zeit. Ausgestellt sind dort unter anderem eine Messerschmitt Bf 109, in hervoragendem Zustand, eine Ju52 mit ein paar Einschusslöchern und die Wrackteile eine Flugzeuges welches aus einem See in Schweden geborgen wurde. Dazu gab es noch ca. zwei Düsenjäger in dieser Halle. Einer davon war ein Starfighter, welcher bis heute das unsicherste Flugzeug überhaupt ist. Der Rest der Halle war ausgefüllt mit Autos, Maschienen, Loks, LKW etc. eben lauter Dinge für die sich Flieger weniger interessieren. 

Im Hof des Museums stand der Shootingstar, den man auch schon von weitem erkennt: Eine Boeing 747-200 der Lufthansa. Das Flugzeug ist fast vollständig begehbar. Weiter konnte man im Hof eine Reihe von Kampfflugzeugen des Kalten Kriegs und der Neuzeit betrachten. Geht man ein Stück weiter so sticht einem im Prinzip gleich die rießige Antonow An 22 ins Auge. Dieser sowjetische Turboporp Langenstrecken-Transporter ist fast interessanter als die Boeing 747, da er eben etwas exotischer ist. Auch noch besonders interssant in diesem Teil des Hofes ist das deutsche U-Boot U9, welches auch begehbar ist. Auf der anderen Seite des Hofes stehen weitere kleinere Passagierflugzeuge, unter anderem eine Dassault Mercure, eine Antonow An 24 und eine DC3. 

Geht man in die neue Raumfahrt Halle so erschlägt einen gleich die Mächtigkeit der буран (russ.: Buran: Schneegestöber). Die Buran ist das sowjetische Konkurrenzprodukt zum amerikanischen Spaceshuttle. Form und Aussehen sind ähnlich, doch hatte die Buran gegenüber dem Spaceshuttle klare Vorteile: Die Buran konnte komplett unbemannt geflogen werden und hatte eine höhere Zuladung. Leider hatten die Russen kein Geld mehr um das Projekt weiter zuführen. Zwar flog die Buran mehrere Male zu Testzwecken, doch wurde sie nie in den Dienst gestellt, da das alte Trägersystem der Russen zuverlässiger und kostengünstiger war. Auch die eigens für die Buran entwickelte Trägerrakete Энергия (russ.: Energija: Energie) wurde nicht mehr gebaut oder eingesetzt. 

Nach dem Museumsbesuch wurde der Dom in Speyer begutachtet. Dieser liegt nur 5 Gehminuten vom Museum entfernt. Die kaputt gelaufenen Füßen und der Sonnenstand verrieten, dass es Zeit war, sich wieder in Richtung Flugplatz zu begeben. Der ruhige Rückflug bei baldigem Sonnenuntergang war eben so schön, wie der ganze Tag in Speyer. Kurz von Sonnenuntergang setzte die Alpha Echo wieder sicher in Backnang-Heiningen auf.

P.S.: Die Anreise mit dem Auto, hätte ziemlich genau das doppelte gekostet und die doppelte-dreifache Zeit gedauert.

Philipp Schnelle & Dennis Baumstark

Link zum Technikmuseum

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