|
|
 |
Segelflugberichte
|
31. FAI Segeflug WM der Club- und Standardklasse |
|
|
|
Geschrieben von Armin Herrmann
|
|
Die 31. FAI Segelflugweltmeisterschaft der Club- und Standardklasse findet vom 3. bis 18. Juli in Prievidza, Slovakei statt. Unser Mitglied Volker Sailer, Juniorenweltmeister 2009, ist neben 46 Konkurrenten in der Clubklasse mit am Start. Er fliegt eine Standardlibelle H 203 mit dem Wettbewerbskennzeichen BW3. Begleitet wird er von Sven Killinger, als Rückholer für den Fall einer Außenlandung. In allen drei Klassen, Standard, Club und World starten insgesamt 106 Piloten aus 27 Nationen.
1. Wettbewerbstag: 04.07.2010 Tageswertung Platz 4
2. Wettbewerbstag: 05.07.2010 Tageswertung Platz 5 Gesamtwertung Platz 1
06.07.2010 Neutralisiert
3. Wettbewerbstag 07.07.2010 Tageswertung Platz 9 Gesamtwertung Platz 2
4. Wettbewerbstag 08.07.2010 Tageswertung Platz 10 Gesamtwertung Platz 2
09.07.2010 Ruhetag nach einem Unfall am gestrigen Tag
5. Wettbewerbstag 10.07.2010 Tageswertung Platz 9 Gesamtwertung Platz 2
6. Wettbewerbstag 11.07.2010 Tageswertung Platz 7 Gesamtwertung Platz 2
7. Wettbewerbstag 12.07.2010 Tageswertung Platz 15 Gesamtwertung Platz 2
8. Wettbewerbstag 13.07.2010 Tageswertung Platz 23 Gesamtwertung Platz 2
9. Wettbewerbstag 14.07.2010 Tageswertung Platz 9 Gesamtwertung Platz 2
10 Wettbewerbstag 15.07.2010 Tageswertung Platz 12 Gesamtwertung Platz 2
Derzeit führt Arndt Hoverstedt in der Gesamtwertung der Clubklasse mit 8072 Punkten vor seinem Teamkollegen Volker Sailer mit 8020 Punkten. Damit verteitigt Volker Sailer weiterhin seinen 2. Platz vor Mario Schupfer, Österreich mit 7836 Punkten. Aufgrund eines erneuten Tagessieges ist heute der amtierende Weltmeister Matthias Sturm, ebenfalls vom Team Germany, vom 6. auf den 4. Platz vorgerückt. Die letzten beiden Wettbewerbstage versprechen also noch spannend zu werden.
Clubklasse
Der Zweck der Clubklasse besteht darin, den Wert älterer Hochleistungssegelflugzeuge zu erhalten, für kostengünstige internationale Meisterschaften von hoher Qualität zu sorgen und Segelflugzeugführern, die keinen Zugang zu Segelflugzeugen des besten Leistungsstandards haben, die Teilnahme an Wettbewerben auf höchster Ebene zu ermöglichen. Die einzige Begrenzung der Teilnahme eines Segelflugzeugs an einer Meisterschaft der Clubklasse besteht darin, dass es in dem Bereich der Handicapfaktoren liegen muss, der für den Wettbewerb gilt..Wasserballast ist nicht erlaubt Die Meisterschafts-Wertungsformeln müssen die Handicapfaktoren einschließen.
HANDICAPREGELUNG
Der Sinn der Handicaps soll sein, die Leistungsfähigkeit der Segelflugzeuge im Wettbewerb so weit wie möglich auszugleichen. Die angewandten Handicapwerte müssen direkt proportional zu den erwarteten Überlandfluggeschwindigkeiten der Segelflugzeuge unter typischen Segelflugbedingungen des betreffenden Wettbewerbs stehen.
http://www.daec-segelflug.de/events/10/wmclubstd/index.php
|
|
|
Grandioser Erfolg für die Heininger Segelflieger bei der DMSt |
|
|
|
Geschrieben von Dennis Baumstark
|
|
Dass die Heininger in der Segelflugszene International hoch im Kurs sind, zeigten uns schon die Ergebnisse von Sven Killinger und Volker Sailer bei der Weltmeisterschaft im Frühjahr im finnischen Räyskälä. Doch die Auswertung der Ergebnisse der Deutschen Meisterschaft im Streckensegelflug, kurz: DMSt, zeigten die Kraft des gesamten Streckenflug Teams in Backnang-Heiningen.
Unser junger Vereinskamerad Tobias Lübbe erzielte mit dem Vereinseigenen Segelflugzeug "Discus b" in der Standardklasse den 3. Platz und in der Junioren Wertung der Standardklasse sogar den 1. Platz.
Die Finnlandflieger Sven Killinger und Volker Sailer flogen sich in der Clubklasse und auch in der Junioren Clubklasse auf den jeweils 2. und 3. Platz.
Segelflug ist nichts für Einzelkämpfer. Deshalb erzielte auch das Dreiergespann Killinger, Lübbe, Sailer den 1. Platz der Junioren Mannschaftswertung. Zusammen mit dem erfahrenen Piloten Jürgen Hanselmann, erzielten Sven Killinger und Volker Sailer den 1. Platz der Club-/Doppelsitzerklasse Mannschaftswertung.
Wir gratulieren unseren Kameraden ganz herzlich zu diesem Erfolg und wünschen ihnen viele weitere schöne Flüge und eine tolle Saison 2010.
Ergebnisse der DMSt im Internet:
http://www.onlinecontest.org/olc-2.0/gliding/plainJsp.html?prefix_jsp=dmst&c=DE
|
|
|
Mit der Ka6 von Gunzenhausen nach Beilngries |
|
|
|
Geschrieben von Dennis Baumstark
|
|
In diesem Jahr ist sie schon 46 Jahre alt. Wäre sie ein Mensch könnte man schon erste Verschleißerscheinungen erwarten, doch unsere Ka6 CR erobert nach wie vor mit überzeugender Eleganz und Zuverlässigkeit die Lüfte und wird dies auch weiterhin tun. So haben ihre Flügel auch mich am 6.8.2009 sicher über dem Fränkischen Seenland getragen.
Vor dem Flug:
Dass der Flug klappen würde war so ziemlich allen klar, außer mir. Ich war in gewisser Weise skeptisch, da ich in diesem Jahr und auch im Jahr davor nicht sonderlich viel zum Fliegen gekommen war, doch waren es vor allem unsere Streckenflieger Sven Killinger und Tobias Lübbe, sowie der Weltmeister der Junioren Clubklasse Volker Sailer, die mich zu diesem Flug quasi nötigten. Nach kurzer Beratung mit Volker Sailer beim Frühstück stand relativ schnell das Ziel Beilngries fest. Der Tag an sich war durchaus geeignet weitere Strecken zufliegen, doch das war nicht mein Ziel. Die Wolkenbasis war hoch und schon relativ früh standen pralle Cumulus Wolken am Himmel. Es wehte ein leichter Wind aus östlicher Richtung. Vor meinem Flug nutzten Julian Schreyer und Sebastian Anger noch die Gelegenheit eine flotte Platzrunde zu drehen. In dieser Zeit beschäftigte ich mich dem Logger.
Der Flug:
Die Ka6 war schnell beladen und auch genauso schnell in der Luft. Der Windenstart in Gunzenhausen ähnelt mehr einem Dampfkatapult auf einem Flugzeugträger. Die ersten hundert Meter nach dem Start verdanke ich eindeutig Gonzo, einem Fliegerkammerad aus Gunzenhausen, der mit seiner wunderschönen SB5 einen Bart direkt über dem Flugplatz markierte.
Markant für diesen Tag war, dass die Bärte unten heraus deutlich schlechter waren als weiter oben. So kämpfte ich erst einmal bis ich überhaupt in Basisnähe war. Schon während dem Kurbeln über dem Platz kamen mir einige andere Segelflieger entgegen, die in die gleiche Richtung wie ich flogen. Einmal an der Basis flog ich ab in Richtung Weißenburg, wo zu meiner Beunruhigung ein großes blaues Loch klaffte. Ich hatte zwei Möglichkeiten: Entweder ich wage den Sprung durch das blaue Loch und riskiere eine Außenlandung bei Weißenburg, denn in der Höhe wo ich angekommen wäre, wären die Bärte warscheinlich ziemlich mies gewesen, oder ich halte mich weiter in Platznähe auf, was ich dann auch tat.
Nach nur zehn Minuten war das Loch weg und ich kurz unterhalb der Basis. Nichts wie los in Richtung Weißenburg. Nach ein paar weiteren Bärten und einigen Kilometern hinter mir passierte ich die Ortschaft Ellingen nördlich von Weißenburg. Die Flug verlief ruhig und unproblematisch: Es ging im Sägezahn-Modus mit bereits kaputtgesessenem Hinterteil weiter Richtung Beilngries. Bis Grafenberg war ich im Schnitt gesehen immer relativ hoch, was mich sehr beruhigt hat. Doch bereits 15km vor dem Ziel war das nicht mehr möglich. Ich war im Schnitt gesehen nun deutlich tiefer und die Wolken sahen deutlich bescheidener aus.
Ich wusste, dass ich keine Zeit vergeuden sollte und lieber meine Aufgabe erfüllen sollte, denn 10 km vor dem Ziel landen wäre echt peinlich gewesen. So flog ich mit meiner Resthöhe direkt nach Beilngries, was mir als thermisch deutlich besser beschrieben wurde, als es tatsächlich war. In 1250m über dem Meeresspiegel erreichte ich die wunderschön gelegene Stadt Beilngries. Am dortigen Flugplatz, der auch meine Wende war, warreger Segelflugbetrieb, doch sah ich zu meinem erschrecken keinen beim Kurbeln. Ich flog einige Wolken an um wieder an Höhe zugewinnen, doch das gelang mir nicht. Auch der Steinbruch bei Beilngries war nicht sonderlich ergiebig.
Weiter im Westen, also wieder Richtung Gunzenhausen, war eine Art Hochebene mit kleinen Dörfern und riesigen, augenscheinlich geeigneten Äckern. Jeden Kilometer den ich in Richtung Westen flog, müsste mein Rückholer Tobias Lübbe eventuell weniger fahren. Nachdem ich die Hochebene erreicht hatte fiel mir ein Gelände auf, dass ein wenig wie ein Flugplatz aussah. Das kam mir gerade Recht, da ich nicht mehr sonderlich hoch war. Ich überflog dieses Gelände in der Nähe der Stadt Greding und erkannte eine Piste und sogar einen Tower. Ich nahm die Karte sah, dass es in Greding tatsächlich ein Segelfluggelände gibt. Was ich zu diesem Zeitpunkt nicht wusste ist, dass ich die Heereserprobungsstelle mit dem Segelfluggelände verwechselte. Eine Landung wäre sicherlich interessant geworden, doch zum Glück kam es nicht so weit.
Ich hatte mal wieder zwei Möglichkeiten zur Auswahl: Landen oder Kurbeln. Ich entschied mich fürs Kurbeln und steuerte den Hang westlich der Autobahn A9 bei Greding an. Sollte ich hier keinen Bart finden könnte ich immer noch direkt auf diesem Militärgelände landen. Nachdem ich Wind und Sonneneinfall berücksichtigt hatte und eine kleine Düse finden konnte wurde ich innerhalb von 15 Minuten wieder auf 2000m hochkatapultiert. Dieser kleine aber feine Bart war meine Rettung. Müde und erschöpft erreichte ich wieder die Basis und flog direkt nach Gunzenhausen.
Die Route führt mich vorbei an Thalmässing und weiteren kleineren Dörfern. Kurz vor der Talsperre der Brombachsee bei Pleinfeld machteich meine letzten Kreise und flog wieder direkt zurück in die Heimat. Der Endanflug auf Gunzenhausen war absolut genial, mit einerwundervollen Sicht auf den Brombachsee und ein bisschen Rückwind war dieser Teil der angenehmste des Fluges. Nach der Landung in Gunzenhausen gratulierten mir meinen Kameraden, unter anderem auch mein Fluglehrer Hubert Müller, der mich ein paar Tage davor in das „Geheimnis“ des Streckensegelflugs eingewiesen hat. Alles in allem war das ein gelungener Flug und ein wunderschöner Tag in meiner Fliegerkarriere. Vielen Dank an alle, die mich bis dato in meiner Fliegerei unterstützt haben.
Mein Flug im OLC
|
|
|
Fluglager 2009 in Gunzenhausen |
|
|
|
Geschrieben von Johannes Scheller
|
|
Bei tollem Wetter reisten die Segelflieger des LSV vom 1. bis zum 15. August nach Gunzenhausen (Bayern) zu ihrem jährlichen Fluglager.
von Johannes Scheller
|
|
weiter …
|
|
|
Ziel-/Rückflug nach Jena |
|
|
|
Geschrieben von Sven Killinger
|
|
Vergangenen Samstag Abend versprach der Wetterbericht für den
kommenden Sonntag, 6. Mai 07, unerwartet günstiges Streckenflugwetter.
Motiviert dadurch rüsteten wir bereits früh unsere Leistungseinsitzer
auf ( Volker: Hornet, D-4413, Tobias Lübbe: Discus, D-0933 und ich:
Cirrus, D-0703).
Während Tobias ein Vieleck geplant hatte,
entschieden Volker und ich uns aufgrund des prognostizierten schmalen
Streifens mit gutem Wetter und starkem Wind aus Nordost für ein
Ziel/Rückflug nach Suhl. Nach erfolgreichem Abflug um etwa 10 UTC,
fanden wir schnell eine ausgedehnte, dem Wind folgenden Wolkenstraße,
die uns trotz des strammen Gegenwinds zügig voran brachte. Bereits in
Coburg entschieden wir weiter als gedacht zu fliegen und querten die
Wipfel des Thüringern Waldes in Richtung Jena, wo wir nach knapp 270 km
und 3 Stunden Flugzeit wendeten. Der Rückenwindschenkel versprach auch
ohne Motor eine komfortable Reisegeschwindigkeit von teilweise 200 km/h
über Grund. Aufgrund der frühen Ankunftszeit in Schwäbisch Hall war es
klar, dass wir erneut der inzwischen stark ausgebildeten "Cumuluswurst"
nach Norden folgen wollten. Bei inzwischen hoher Basis von über 3000 m
kamen wir bis kurz vor Würzburg, wendeten dort und versuchten noch
einen möglichst langen Schenkel nach Südwesten zu legen (bei der DMSt
Wertung sind für ein Jojo nur 3 Wendepunkte erlaubt). Unser neues Ziel
stand fest - wir wollten die 700 km Marke erreichen. Langsam und mit
der Geschwindigkeit des besten Gleitens flogen wir hoffnungsvoll nach
Südwesten ab. Auf Höhe Oppenweiler kam dann die Überraschung. Trotz
fortgeschrittener Uhrzeit, erwischten wir noch einen konstant guten
Aufwind, der es uns schließlich ermöglichte unsere Aufgabe erfolgreich
zu beenden.
Auch Tobias gelang bei einem seiner ersten
Streckenflüge eine größeres Vieleck, sodass wir uns in der
Mannschaftwertung (Bestehend aus den punkthöchsten Flügen von 3
Piloten), deutlich verbessern konnten. Momentan liegen wir in der
Haupkonkurrenz mit jeweils einem Flug von Joachim Wilhelm, Volker
Sailer und mir auf dem 8. Platz von 885 gemeldeten Mannschaften. In der
Juniorenmannschaftswertung auf Rang 10 (von 459).
Nachfolgend noch ein paar Links auf die Flüge, welche von Heiningen aus durchgeführt wurden und die vom 6. Mai.
Flüge von Heiningen aus
Volker's Flug
Tobias' Flug
Sven's Flug
Vielen Dank auch noch an die Starthelfer und den Schlepppiloten.
Sven Killinger
|
|
| |
|
| |
|
 |
|
Sunrise / Sunset UTC |
 |  |  | 06:46 | 11:36 | 16:27 | | Backnang, EDSH | |
|